Lernwerkstatt


Die Entwicklung eines Kindes zum Erwachsensein kann nur in Verbindung mit einer ganzheitlichen, an den Bedürfnissen der Kinder orientierten Erziehung im Elternhaus, Kindergarten und der Schule erfolgreich stattfinden. Unser gemeinsames Ziel ist die bestmögliche Förderung von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren. Die räumliche Nähe und ähnliche pädagogische Lernmodelle unterstützen diesen Weg.


Kernpunkte sind:


  • die Erweiterung des ganzheitlichen Bildungsangebotes im Kindergarten,
  • die innerschulische Maßnahmen am Schulanfang zur Förderung der Schulfähigkeit und

  • die verbindlichen Kooperationsstrukturen zwischen Kindergarten und Grundschule.

Regelmäßige Gespräche und gegenseitige  Besuche halfen und helfen Ressourcen zu erschließen.

LERNEN beginnt nicht erst in der Schule. „Fast jedes Kind kommt neugierig und lernwillig in die Schule. Wenn man es richtig anregt und anleitet, wird es dem eigenen Entwicklungstempo gemäß den notwendigen Lernstoff von selbst erarbeiten.“ (REICHEN, 2001). Das Kind braucht viel individuellen Spielraum. Diesen erhält es seit Jahren in der Lernwerkstatt (LWST) des Kindergartens und nun auch in der Schule. Die Kinder lernen täglich im Zeitblock individualisiert und fächergemischt nach einem vereinbarten Regelsystem. Dabei gibt es kein „Abfragen und Antworten“. Stattdessen wird ihnen ein strukturiertes Gesamtlernangebot unterbreitet, aus dem sie nach ihren Lernbedürfnissen auswählen können. Allzu starke pädagogische Führung entfällt in dieser Zeit. Die Pädagogin oder Lehrerin ist Beraterin und steht bei Bedarf zur Seite. Die Kinder führen Arbeitskarten und Wochenpläne, um die Übersicht über Erledigtes zu behalten.


Welche positiven Erfahrungen haben wir gemacht?


  1. Die Kinder sind mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und Eigenheiten den Lehrerinnen bekannt. Die Schule erhält viele wichtige Hinweise für die Klassenbildung.

  2. Die Lehrerinnen kennen das Modell der Logomenta der KitaBü.

  3. Der Austausch zwischen Lehrerinnen und Elementarpädagoginnen über die Anamnesen der Kinder vergrößert das Verständnis der Lehrerinnen den zukünftigen Kindern gegenüber schon während der Logomenta - Zeit in der KitaBü.

  4. Die KitaBü führt eine tabellarische Übersicht über den Lern- und Entwicklungsprozess jedes einzelnen Kindes, die mit dem Einverständnis der Eltern an die Schule weitergegeben wird.

  5. 1 Lehrerin besucht für eine Stunde in der Woche die Logomenta der KitaBü. Die Sichtweise der zu leistenden Arbeit in beiden Bereichen ist verändert worden.

  6. Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit fließen durch veränderte Lernangebote in das Konzept ein.

  7. Die positive Zusammenarbeit zwischen KitaBü und Grundschule ist bei den Eltern sehr anerkannt.

  8. Die Kinder fühlen sich durch den Besuch der LehrerInnen in der Logomenta als sehr wichtig und „groß“. Die Erstklässler freuen sich auf die Besuche der Elementarpädagoginnen.